Die HAVI macht Unmögliches möglich

Prof. Veronika Bellone interviewt Lukas Curschellas, Country Manager, HAVI Logistics

Drylager. Foto © HAVI Logistics
Drylager. Foto © HAVI Logistics

Prof. Veronika Bellone: Wenn ich in einem McDonald’s in Berlin, Zürich oder Barcelona einen Big Mac® bestelle, dann sind Sie, bzw. ist HAVI Logistics, nicht unwesentlich beteiligt. Geben Sie uns doch bitte einen kleinen Überblick, welche Services Sie Ihren grossen Marken-Kunden, wie McDonald’s, IKEA, Domino's Pizza und Nordsee anbieten.

Lukas Curschellas © HAVI Logistics
Lukas Curschellas © HAVI Logistics

Lukas Curschellas: Wir sind für unsere Kunden der ideale Logistikpartner. Von der Warenübernahme beim Lieferanten bis hin zur Lagerbewirtschaftung im Restaurant decken wir die gesamte Supply Chain mit auf den Kunden abgestimmten Services ab. Der Kunde hat dank HAVI Logistics nur noch einen Ansprechpartner, wird von allen logistischen Tätigkeiten befreit und kann sich voll und ganz um seine Gäste kümmern. Die Anzahl Lieferungen können wir auf ein Minimum reduzieren, da unsere LKWs über verschiedene Temperaturkammern verfügen. HAVI Logistics ist in Europa in 31 Ländern vertreten und verfügt aufgrund seines Schwesterunternehmens STI über ein internationales Netzwerk in der Food Service Industrie. Damit sind wir sowohl für lokale Restaurantketten wie auch für internationale Player ein verlässlicher Partner.

Prof. Veronika Bellone: Nachhaltigkeit ist für HAVI Logistics ein zentraler Punkt in der Unternehmensführung. Ihr Unternehmen startete bereits 1988 mit Installierungen zur Wärmerückgewinnung, 1997 gründeten Sie ein „Green Team“ zur Erarbeitung von Umweltkennzahlen und im Jahr 2000 war HAVI Logistics das erste Logistikunternehmen in Europa, das nach DIN ISO 14001 zertifiziert sowie nach EMAS validiert wurde. Rezertifizierungen und Revalidierungen erfolgten fortlaufend 2010 und 2013, jetzt nach der besonders strengen EMAS III VO. Ganz offensichtlich tun Sie mit Ihrem Unternehmen nicht nur Gutes, sondern lassen sich bereitwillig von externen Stellen daraufhin überprüfen. Warum glauben Sie ist das für Unternehmen wichtig? Und was denken Ihre Business-Kunden über Ihr Engagement?

HAVI LKW. Foto © HAVI Logistics
HAVI LKW. Foto © HAVI Logistics

Lukas Curschellas: Erst durch die externe Validierung können wir beweisen, dass bei uns auf Worte auch Taten folgen. Allerdings beschränken wir uns nicht darauf, die Anforderungen der Norm zu erfüllen, sondern wir sind bestrebt, immer noch einen Schritt weiterzugehen. So waren wir die erste Unternehmung, die Lebensmittel im kombinierten Verkehr (Schiene / Strasse) transportierte und bei jeder neuen Motorengeneration treiben wir gemeinsam mit den Herstellern den Einsatz von Bio-Diesel voran. Uns ist es wichtig, Kreisläufe zu schliessen: Einerseits wie gesagt durch den Einsatz von Bio-Diesel, welcher aus dem alten Frittieröl unserer Kunden gewonnen wird, andererseits durch den Einsatz von Gas-LKWs. Diese wiederum werden angetrieben mit einem Erdgas-Biogas-Gemisch, wobei das Biogas u.a. aus den von uns eingesammelten organischen Abfällen gewonnen wird.

Prof. Veronika Bellone: Die besonders hohen Nachhaltigkeitsstandards, die Sie in die Entwicklung der Logistikkonzepte für Ihre Kunden einbringen, sind in Ihrer Branche ein echter Alleinstellungsfaktor. Nachlesen kann man das zum Beispiel in Ihrer aktuellen Umwelterklärung 2016, die Sie auf Ihre Website gestellt haben. Wie kommunizieren Sie ansonsten Ihre Nachhaltigkeitsansprüche, -aktivitäten und –erfolge, um Ihr Unternehmen und Ihre Marke zu stärken?

Lukas Curschellas: Momentan eben noch viel zu wenig, daher freut es mich auch, dass Sie uns die Chance geben, auf der Greenfranchise Market Homepage präsent zu sein. Von unseren Bemühungen im Umweltbereich profitieren jedoch unsere Kunden. So können diese mit ihrer grünen Logistik Werbekampagnen durchführen und diese im CSR Report erwähnen.

Prof. Veronika Bellone: Die HAVI Logistics ist international tätig und behauptet sich seit vielen Jahren erfolgreich im hartumkämpften Logistikmarkt. Was sind für Sie die Erfolgsfaktoren?

Front. Foto: © HAVI Logistics
Front. Foto: © HAVI Logistics

Lukas Curschellas: Tatsächlich sehen wir uns nicht als reine Logistikfirma sondern als Supply-Chain-Partner für unsere Kunden. Mit unseren Dienstleistungen über die gesamte Lieferkette, also vom Produzenten bis ins Restaurant bzw. in die Verkaufsstelle, befreien wir die Franchisenehmer bzw. Restaurantbetreiber von sämtlichen logistischen Tätigkeiten, sodass diese wiederum sich vollständig auf ihre Kunden konzentrieren können. Und das geht nur Hand in Hand: unter Partnerschaft verstehen eine langfristige, von Nachhaltigkeit geprägte Zusammenarbeit welche immer eine Win-Win Situation bezweckt. Oder wie es unlängst ein Kunde zum Ausdruck brachte: „Die HAVI macht Unmögliches möglich“

Prof. Veronika Bellone: Zu guter Letzt, wofür steht die Abkürzung HAVI?

Lukas Curschellas: Diese setzt sich aus den beiden Namen Harriette und Vivian zusammen, die Vornamen der Ehefrauen der beiden Firmengründer.

Prof. Veronika Bellone: Herzlichen Dank für das Interview.

Das Interview von Prof. Veronika Bellone mit Lukas Curschellas wurde im September 2016 geführt.

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