Die EthikBank® – die Bank mit dem grössten Vertrauensbonus

Prof. Veronika Bellone im Gespräch mit Sylke Schröder, Vorstandsmitglied der EthikBank®

Die EthikBank® hat im vergangenen Jahr gleich bei zwei Bankentests in der Kategorie „Vertrauen“ den 1. Platz belegt (Interview von 02/2012). Sowohl bei der Wahl zur „Bank des Jahres 2011“ von Börse-Online und n-tv als auch im „größten deutschen Bankentest“ der Zeitschrift Euro. In der Gesamtzufriedenheit als Hausbank hat die EthikBank® ein "Sehr gut" (1,25) bekommen und erreichte damit auf Anhieb Platz 2 bei der Wahl zur "Bank des Jahres 2011". Weitere Spitzenplätze belegte die EthikBank® in den Kategorien Transparenz und Beratung. Die Testergebnisse spiegeln wider, was zunehmend bei den Kunden und Kundinnen gefragt und Gegenstand diverser Trend- und Marketingforen ist: Authentizität, nachhaltiges Engagement und Kundenorientiertheit. Im folgenden Interview mit Sylke Schröder, Vorstandsmitglied der Ethikbank und Prof. Veronika Bellone, Initiantin des Greenfranchising werden diese Punkte beleuchtet, die letztendlich bei der EthikBank® auch zu einer eigenständigen, verantwortungsbewussten Positionierung geführt haben.

Veronika Bellone: Wodurch unterscheidet sich die EthikBank® von anderen Banken? Und welche vertrauensbildenden Maßnahmen setzt sie ein?

Sylke Schröder, Vorstandsmitglied der EthikBank®
Sylke Schröder, Vorstandsmitglied der EthikBank®

Sylke Schröder: Es ist der Umgang mit dem Geld unserer Kunden. Wir machen nur solche Geschäfte, die unseren strengen Anlagekriterien genügen. So investieren wir das Geld unserer Kunden z.B. nicht in Rüstungsgeschäfte, Atomkraft oder in Unternehmen, die Kinderarbeit zulassen. Die Unternehmen, die Geld von der EthikBank® bekommen, müssen sich aktiv für eine nachhaltige Wirtschaftsweise engagieren.

Es sind aber nicht nur unsere Anlagekriterien, die unseren ethischen Standard demonstrieren. Im Rahmen unseres Ethik-Kompass‘ unterziehen wir Unternehmen und Staaten, die Geld von der EthikBank® bekommen, regelmäßig einer Ethik-Prüfung. Hier gelten dann weitere Anlagekriterien. So kauft z.B. die EthikBank® weder Staatsanleihen von den unter Nachhaltigkeitsaspekten unterdurchschnittlichen OECD-Staaten noch von Ländern, die Menschenrechte verletzen. Im Übrigen legen wir sämtliche Kriterien offen – auch auf unserer Website verpflichten wir uns zu dieser Form der Transparenz und bezeichnen uns als „Gläserne Bank“.

Veronika Bellone: Wie lebt die EthikBank® neben dem Geschäftsmodell die Nachhaltigkeit?

Sylke Schröder: Das, was wir von anderen erwarten, leben wir vor, in dem wir je ein Ethik-, Frauen- und Umweltprojekt fördern. Unser Ethik-Projekt „Unterstützung von Kinderheimen in Bulgarien“ feierte im Jahr 2009 sein 10-jähriges Bestehen. Nachdem in Zusammenarbeit mit unserem Projektpartner in Plovdiv das modernste Waisenhaus Bulgariens errichtet wurde, geht es nun um die berufliche Zukunft der Kinder. Ziel ist es, die Kinder nach ihrer Entlassung vor Gewalt, Kriminalität und Prostitution zu bewahren.

Unser Frauenprojekt konzentriert sich auf Schulen für Mädchen und Frauen in Afghanistan und im Rahmen unseres Umweltprojekts arbeiten wir mit dem Global Nature Fund als Projektpartner zusammen und setzen uns derzeit für den Naturschutz am Baikalsee ein. Unsere Kunden können sich an den genannten Projekten auch beteiligen.

Veronika Bellone: Schlägt sich das nachhaltige Engagement auch auf das Betriebsklima der EthikBank® nieder?

Sylke Schröder: Wir möchten, dass sich unsere Mitarbeitenden wohl fühlen, stolz sind, bei der EthikBank® zu arbeiten. Dazu trägt sicher unser vorgängig erwähntes Wirken bei. Letztendlich zieht unsere ethische Grundhaltung aber auch entsprechende Persönlichkeiten an. Wir setzen bei unseren Mitarbeitenden ein Commitment mit unseren Grundregeln voraus, aber wir geben auch etwas zurück. Etwas, dass in der heutigen Zeit vielleicht in den Hintergrund geraten ist. Wir bieten ihnen eine planbare Beziehung, d.h. wir gestalten gemeinsam eine Lebensplanung im Zusammenhang mit den Entwicklungsmöglichkeiten bei der EthikBank®. Wertschätzung und eine solide Grundlage machen frei für Entfaltung und gelebte Loyalität. Und damit lässt sich sehr gut gemeinsam für eine Sache eintreten – nämlich sich für eine bessere Welt einzusetzen.

Veronika Bellone: Die EthikBank® verzeichnet eine wachsende Zahl von Kontoeröffnungen (2011 gab es ein Plus von 37%). In Österreich konnten sie innerhalb kürzester Zeit und ohne Werbung bereits um 450 Kunden und Kundinnen gewinnen. Welche Motive sehen Sie vor allem, dass man sich für die EthikBank® entscheidet?

Sylke Schröder: Bei den Firmenkunden, die derzeit ca. 25% ausmachen ist es oftmals die logische Fortführung ihrer realisierten nachhaltigen Unternehmensführung. Bei den Privatkunden sind es ganz unterschiedliche Motive. Auch hier spielt die Identifikation eine große Rolle, in dem man auch im Geldgeschäft mit Gleichgesinnten zu tun haben möchte. Verantwortungsgefühl und Mitgestaltung sind Motive, aber auch Enttäuschung und Wut über nationale und globale Missverhältnisse.

Veronika Bellone: Welches Thema möchte die EthikBank® in den nächsten Jahren insbesondere angehen?

Sylke Schröder: Es geht uns nicht nur darum, das Geld unserer Kunden für soziale und ökologische Zwecke zu verwenden. Die EthikBank® ist eine politisch unabhängige, aber doch sehr politische Bank. Gemeinsam mit unseren Kunden werden wir uns weiterhin für eine bessere Welt engagieren. Das mag pathetisch klingen, ist aber ernst gemeint.

Veronika Bellone: Dann wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg und Energie.

 

Das Interview von Prof.Veronika Bellone mit Sylke Schröder wurde im Februar 2012 geführt.

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Prof.Veronika Bellone, Bellone Franchise Consulting GmbH, Zug

Kontakt: office@bellone-franchise.com