Von Pepper, bis Hamleys – Chancen und Auswirkungen aktueller Trends

Von Prof. Veronika Bellone, Geschäftsführerin Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH, www.bellone-franchise.com

Nestlé lässt in Japan Kaffeemaschinen von „Pepper“ verkaufen. Bei Pepper handelt es sich um einen sympathisch anmutenden Roboter, der die Grösse und Stimme eines kleinen Jungen hat. Das Modell eines multifunktionalen Wohnturms für 30‘000 Menschen – einer Vertikalstadt – wurde mittels fliegenden, selbstständigen Robotern bzw. Quadrocoptern gebaut. Das sechs Meter hohe Modell, steht heute im Frac Centre in Orléans (http://www.frac-centre.fr/) und zeigt einen Blick in die Zukunft der Architektur. Die im 3-D-Druck hergestellten Kleider der niederländischen Designerin Iris Van Herpen sind vom „Time Magazine“ zu den 50 besten Erfindungen weltweit gekürt worden. Taxis, so meint das MIT (Massachusetts Institute of Technology) werden in Zukunft elektrisch und autonom fahren und zudem über Mitfahr-Apps geteilt werden.

„Create your taste“ 

Das, was sich nach Science Fiction anhört, ist längst Realität oder als Prototyp vorhanden. Wenn auch kulturelle Unterschiede, unzureichende branchenspezifische Adaptionen und Vorbehalte noch Bremsklötze sind, so steht dennoch fest, dass sich zukünftig immer mehr Geschäftskonzepte und Arbeitsplätze verändern werden. Die Unterstützung durch Maschinen und digitale Netzwerke wird uns herausfordern, nicht nur über den Einsatz generell nachzudenken, sondern auch darüber, was sich sinnvoll und nachhaltig substituieren lässt und wo sich ein Miteinander anbietet. Als Beispiel werden bereits Aus- und Weiterbildungseinheiten an Hochschulen und in (Franchise-Unternehmen) didaktisch wertvoll über Videos und in Form von Games vermittelt. Den Ausbildnern und Dozierenden kommen dann die wichtigen Funktionen als Sparringpartner, Moderator, Entwickler und  Coach zu. Das neue Angebot von McDonald’s unter dem Namen „Create your taste“ ermöglicht den Kunden per Touchscreen, aus verschiedenen Zutaten, den eigenen Gourmet Burger zusammenzustellen. Die individualisierte Version braucht demgemäss etwas länger, wird dann aber vom Servicepersonal an den Tisch gebracht. 2‘000 Outlets in den USA sollen damit 2015 ausgerüstet werden (Quelle: http://www.eater.com/2014/12/8/7353419/mcdonalds-build-your-own-burger-2000-locations).    

Ebenfalls per Touchscreen die Bestellungen aufgeben, dann aber das Menü auf einem futuristischen Schienensystem an den Platz zu bekommen, war 2007 das Konzept von Michael Mack für das ´s Baggers® - dem heutigen ROLLERCOASTERRESTAURANT®. Die Weltneuheit, die ich damals in Nürnberg anlässlich unseres Lizenzierungs-Workshops kennenlernen durfte, gibt es heute an acht Standorten, u.a. im Europa-Park, in Abu Dhabi, Sotschi etc. (http://www.rollercoasterrestaurant.com/) und wird wiederum von mir beratend begleitet.    

Rekordumsätze mit Robotern

Der Einsatz von Industrierobotern steigt immens. Der Absatz von Robotern erreichte in Asien/Australien, Amerika und Afrika laut der International Federation of Robotics Rekordhöhen. 2013 wurden in Asien/Australien fast 100.000 Einheiten installiert, ein Zuwachs von 18 Prozent gegenüber 2012 (Quelle: IFR International Federation of Robotics). Die Unterstützung durch die Maschinen erfahren wir dabei nicht nur in der Automobil- und Schwerindustrie. Von selbsttätigen Staubsaugern und Rasenmähern daheim, über „Star-Wars-ähnlichen“ Küchen- und Servierhilfen in chinesischen Nudelbars bis hin zu Robotern im Pflegebereich sind diverse Branchen betroffen. Forscher der Universität Oxford kamen in ihrer Studie “The Future Of Employment: How Susceptible Are Jobs To Computerisation?“ zu dem Schluss, dass 47 Prozent der von ihnen untersuchten Berufe in den USA betroffen sein könnten, insbesondere in Bereichen wie Transport, Logistik und Produktion, aber auch in Büro und Verwaltung oder Service. Das heisst wiederum nicht, dass Berufe nur ersetzt werden. Es kommen neue hinzu, die sich vor allem der Funktionalität, Sicherheit, Entwicklung von automatisierten Prozessen widmen. Und dem Entertainment! Gerade im Handel kommt dem Experiential Marketing – dem 5-Sinne-Erlebnis- eine zunehmende Bedeutung zu. Sehr schön inszeniert das zum Beispiel der traditionsreiche Spielwarenladen „Hamleys Toy Store“ (http://www.hamleys.com) in London. Dort werden die Waren mit sichtlichem Spass des Verkaufspersonals vorgeführt, ja inszeniert und das auf fünf Stockwerken. Die lebhafte Atmosphäre überträgt sich auf die Kunden, die animiert werden, Produkte auszuprobieren. Da werden auch Erwachsene wieder zu Kindern! Sie werden in echte  Kauflaune versetzt und da geraten Preisvergleiche und Meinungen von Bekannten über Facebook in den Hintergrund. 

Solche Inszenierungen lassen sich auch in anderen Branchen realisieren. Sie brauchen Ideen und/oder wollen wissen, wie Sie Ihr Franchise-System auffrischen können? Dann buchen Sie einen Innovations-Workshop bei uns:

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2015 © Prof. Veronika Bellone, Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH