Vom Klassischen Franchising zum Greenfranchising (Teil 2)

Willkommen zum zweiten Teil der Serie, in der ich Ihnen weitere konzentrierte Auszüge aus dem Fachbuch „Green Franchising“ vom Autoren-Duo Bellone/Matla zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden vom Klassischen und Green Franchising präsentieren werde.

Auf die Geisteshaltung kommt es an

Franchise-Denkwerkzeug® ist eine geschützte Marke
Franchise-Denkwerkzeug® ist eine geschützte Marke

„Der wohl wesentlichste Unterschied zwischen dem Klassischen Franchising und dem Greenfranchising besteht in der unterschiedlichen Auffassung und Bewusstheit der ganzheitlich verantwortlichen Tätigkeit. Insofern ist Greenfranchising zuallererst eine Geisteshaltung und ein Bewusstseinszustand. Dieser hat auf das ganze System eine ordnende und gestaltende Wirkung und ist maßgeblich für den Gesamterfolg des Systems verantwortlich. In letzter Konsequenz erkennt man Greenfranchise-Systeme an dem, was sie tatsächlich tun, wie verantwortlich sie handeln, wie sie sich darstellen und wie transparent sie kommunizieren und interagieren.“

Greenfranchising bezieht eindeutig Position für die Nachhaltigkeit

„Auch das Greenfranchising ist und bleibt damit eine Wachstumsstrategie. Es bleibt den Wurzeln des Franchisings treu. Ja, es baut auf allem Positiven des Franchising auf und nutzt die Erfolgsparameter des Klassischen Franchising als Basis zur Weiterentwicklung. Dabei verändert es aber das Franchising an sich durch und durch. Jeder Erfolgsfaktor des Klassischen Franchising wird im Greenfranchising verändert und neu ausgerichtet. Wenn das Klassische Franchising als Wachstums- und Marktdurchdringungs-Strategie und -Systematik an sich wertneutral ist, so bezieht das Greenfranchising eindeutig Position. Greenfranchising standardisiert, profiliert, multipliziert und distribuiert im Idealfall nur gesellschaftsrelevante gute Produkte und Leistungen. Und es übernimmt dabei für den gesamten Wertschöpfungsprozess, der sich weit über die physischen Werte hinaus bewegt, und für dessen Folgen, heute und morgen, Verantwortung. Und hier ist nicht die Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg der Partner und Partnerinnen (allein) gemeint, für die der System-Geber oder die System- Geberin in Haftung genommen werden kann. Es geht um etwas anderes. Die Verantwortung für die Vervielfältigung des Guten und die Vermeidung des Schädigenden. Durch diese klare und eindeutige Positionsbestimmung unterscheidet sich das transparente und verantwortliche Greenfranchising grundsätzlich vom freien und interpretationsoffenen Klassischen Franchising.“

Thomas Matla, 07.06.2015 © Greenfranchiselab® Berlin

Texte/Copyrights: „Green Franchising“, Autoren-Duo Prof.Veronika Bellone/Thomas Matla, Münchner Verlagsgruppe, ISBN Print 978-3-86880-137-8, ISBN E-Book 978-3-86416-109-4, gebunden, 256 Seiten, 2012, weitere Infos